Die politische Grosswetterlage verheisst für uns alle aktuell wenig Gutes. Wir hören und lesen es auf allen Kanälen. Derzeit ist die Schweiz durch einen offenen Handelskonflikt, den Angriff auf das Völkerrecht und gegen die Rechtsstaatlichkeit stark herausgefordert und dies belastet letztendlich unser Alltag. Die Angst vor allfälligen wirtschaftliche Folgen, verstärkt die bereits bestehenden Sorgen über steigende Krankenkassenprämien und den explodierende Mietzinse noch zusätzlich und obwohl die Klimakrise immer noch auf den vordersten Rängen des Sorgenbarometers der Bevölkerung steht, haben es derzeit Grüne Themen etwas schwieriger gehört zu werden.
Aktuell setzen wir GRÜNE uns stark für bezahlbares Wohnen ein. Die Wohnungsinitiative verlangt, dass Kanton und Gemeinden aktiv für ein gutes Angebot an bezahlbaren und ökologischen Wohnungen im Kanton Zürich sorgen. Vor allem der Kanton muss den gemeinnützigen Wohnungsbau durch die Vergabe von Baurechten sowie durch Darlehen und Staatsbeiträge stärker fördern. Gleichzeitig soll er selber eine öffentlich-rechtliche Wohnbaugesellschaft gründen, die günstigen Wohnraum für die Bevölkerung im Kanton Zürich erstellt und anbietet.
Zudem sammeln wir noch Unterschriften für die Solar-Initiative der Grünen Partei Schweiz.

Interessiert dich das eine oder andere Thema und hättest du einmal am frühen Abend eine Stunde Zeit für politische Arbeit? Wir benötigen jede helfende Hand, weil uns für den Bezirk Horgen eine hohe Unterschriftenquote aufgebürdet wurde. Unterschriftensammelaktionen sind für Neumitglieder immer auch eine gute Gelegenheit mit uns und der Grüne-Arbeit in Kontakt zu kommen. Wenn du also gerne aktiv selber mitmachen möchtest, freuen wir uns sehr darüber dich kennenzulernen! Wie stets soll der Jahresbericht auch einen Einblick in die Parteitätigkeit im Bezirk vermitteln. Mit einigen Highlights aus den Ortssektionen geben wir Ihnen einen Rückblick in die vielfältige Tätigkeit der Parteiarbeit.

An der diesjährigen Generalversammlung vom 26. Juni 2025, beleuchten wir das Thema Kreislaufwirtschaft im Bau. Wir zeigen einen spannenden Dokumentarfilm und im Anschluss
wird uns der Fachspezialist und Architekt Pascal Anghern von Insitu einen Einblick in seinen Alltag auf der Suche nach wieder verwendbaren Bauteile für Neu- und Umbauten aufzeigen.
Wir freuen uns über deine Teilnahme!

 

Kilchberg

Text Reto Planta
Am 6. April 2024 und am 5. April 2025 haben wir die Velobörse durchgeführt. Dank Abholdienst für Spendenvelos und dem genialen Mechanikerteam konnten wir einige dieser Gratisvelos zu günstigen Preisen verkaufen. Zur Tradition geworden ist auch unser Stand am Chlausmärt Ende November. Wir bieten dort unseren Kalender mit historischen Bildern von Kilchberg an. Diesmal konnten wir erstmals insgesamt über 100 Exemplare absetzen. Mit diesen beiden Aktionen können willkommene Einnahmen generiert werden.


Auf politischer Ebene haben wir eine Einwendung zur Neugestaltung der Stockensstrasse gemacht. Sechs von unseren elf Anträgen werden umgesetzt oder geprüft. Wir haben uns insbesondere für die Interessen von älteren Menschen und für einen rollstuhlgerechten Parkplatz eingesetzt.
Zudem haben wir uns dafür eingesetzt, dass der bisher privat genutzte Park am See (Scheiblergut) öffentlich zugänglich wird. Durch die Neuvermietung der Liegenschaft an die Limnologische Station der Uni kann dieser Volksentscheid nach 40 Jahren endlich umgesetzt werden.

Rüschlikon

Text: Elena Michel

Die erste Hälfte des Jahres 2024 war vom Wahlkampf von Elena Michel um einen Sitz im Gemeinderat geprägt. Gemeinsam mit dem Team Ursula Rütter und Gian Andrea Semadeni konnte durch diverse Telefonate, direkte Postanschriften, Vollverteiler in alle Haushalte und Kennenlern-Apéros ein Komitee von über 70 Personen mobilisiert werden. Der Aufwand hat sich gelohnt: Während die Kandidatin im ersten Wahlgang knapp am absoluten Mehr scheiterte, konnte sie im zweiten Wahlgang den Kandidaten der FDP um knapp 100 Stimmen hinter sich lassen und wurde damit am 7. Juli 2024 als erste Grüne in die Exekutive von Rüschlikon gewählt. Elenas Feuertaufe folgte sodann gleich an der ersten Gemeindeversammlung, in welcher sie den Entscheid des Gemeinderats, Tempo 30 auf Quartierstrassen einzuführen, vertreten musste.

Gleichzeitig wurden auch Traditionen weitergeführt: An der Velobörse mit Flohmarkt konnten viele Gegenstände neue glückliche Besitzer*innen finden und auch der Marronistand an der Chilbi im Oktober war ein grosser Erfolg. Der Erlös kam dieses Jahr dem Naturschutzverein Langnau zugute.

Wir danken allen Helfer*innen herzlich für die grosse Unterstützung! 

Adliswil

Text: Angela Broggini

Es war wiederum ein ereignisreiches Jahr, geprägt von unserer Vertretung im Grossen Gemeinderat und Stadtrat, aber auch von unseren Vorstands- und Parteimitgliedern bei diversen Aktivitäten in Adliswil. Im Parlament sind wir weiterhin mit vier Personen vertreten: Daniel Schneider, Jacqueline Schoch, Pascal Welti und Angela Broggini. Weiterhin steht Marianne Oswald als Stadträtin dem Ressort Soziales vor. Dieses Jahr war ein besonderes Jahr. Das Parlament Adliswil feierte sein 50-Jähriges Bestehen. Ausserdem wurde Daniel Schneider, Präsident des Grossen Gemeinderates und nahm auf dem Bock Platz. Zum
ersten Mal besetzen die Grünen das Ratspräsidium. Daniels erste offizielle Sitzung war eine Freiluftsitzung im Rahmen des 50-Jahr-Jubiläums. Bei schönstem Wetter leitete Daniel souverän durch diese besondere Sitzung, welche auch von vielen Adliswiler*innen besucht und interessiert verfolgt wurde. Es war ein grosser Erfolg und trug sicherlich dazu bei, die Arbeit des Grossen Gemeinderates sichtbarer und zugänglicher zu machen.

Auf Daniels Wunsch wurde ausserdem zum 50-Jahr Jubiläum des Adliswiler Parlaments ein Baum gepflanzt. Im Beisein und mit Hilfe von einigen Ratsmitgliedern wurde die Linde in der Nähe des Schulhaus Werd eingepflanzt und eine Tafel erinnert an den Jubiläums-Anlass.

Wie bereits im Jahr zuvor, fanden auch dieses Jahr wieder Quartierführungen statt. Diesmal führte Ruth Bossardt eine Gruppe interessierter Adliswiler*innen durch das Quartier Zopf – Oberleimbach und durch das neue Quartier Höfe. Die Führung bot uns dabei auch die Möglichkeit, direkt mit den Bürger*innen in Kontakt zu treten, ihre Anliegen zu hören und unsere Vision für mehr Biodiversität im Siedlungsraum zu teilen. Dieses Jahr wurde ein Grünen- Stamm ins Leben gerufen. Unser Wunsch ist, mit unseren Mitgliedern und Sympathisanten ungezwungen mehr in Kontakt zu treten, um sich kennenzulernen, sich auszutauschen und gesellig beisammen zu sein. Marianne Oswald führt das anspruchsvolle Amt als Stadträtin (Ressort Soziales).

Es konnten bereits wichtige Projekte vorangetrieben werden: Im September 2024 startete das Pilotprojekt Familienzentrum im ehemaligen Kindergarten Isengrund. Es läuft bis Ende 2026 und wird von der Stiftung GFZ betrieben. Ein Massnahmen-Katalog Inklusion wurde partizipativ erarbeitet. Ein Aktionsplan für mehr Partizipation von Kindern und Jugendlichen ist ebenfalls in Arbeit und bald fertiggestellt.

Unser Grünen-Mitglied Manfred Spörri vertritt unsere Anliegen in der Baukommission. Anliegen des ’nachhaltigen Bauens‘ und der ‚Klimagerechtigkeit‘ zielgerichtet Rechnung tragen ist dabei zentral. In der kommenden Jahresperiode wird u.a. der Beginn der Revision der Bau- und Zonenordnung der Stadt Adliswil diskutiert.

Thalwil

Text: Stefan Oderbolz

Ich freue mich, euch meinen ersten Jahresbericht als Präsident der Grünen Thalwil zu präsentieren. Ich bin froh, dass wir den Generationenwechsel erfolgreich vollziehen konnten. Ein grosses Anliegen bleibt jedoch die Nachwuchsförderung, sowohl in der Parteiarbeit als auch mit Blick auf die Kommunalwahlen 2026.

Im Juni 2024 lehnen wir Grünen, gemeinsam mit der SP, GLP und EVP, die FDP-initiierte Einzelinitiative «Theiler» zur Schaffung einer Stiftung für preisgünstigen Wohnraum ab. Gemäss der neuen Gemeindeordnung muss sich die Gemeinde aktiv für den Schutz, die Erhaltung und die Erhöhung des Anteils an preisgünstigen und gemeinnützigen Wohnungen einsetzen. Mit einer Stiftung entfiele jedoch die Möglichkeit der
politischen Einflussnahme durch den Souverän.

Bei den kommunalen Abstimmungen im September 2024 unterstützen wir sowohl den Ausbau des Wärmeverbunds als auch die Erweiterung der Annexe Sonnenberg für zusätzliche schulergänzende Betreuung. Beide Vorhaben werden deutlich angenommen. Im September findet eine Gemeindeversammlung statt: Während der neue Kunstrasen problemlos genehmigt wird, wird die Betreuungsverordnung, die unter anderem die Einführung von Betreuungsgutscheinen und die Schaffung weiterer subventionierter Kita-Plätze vorsieht, an den Gemeinderat zurückgewiesen. Wir haben für beide Geschäfte die JA-Parole beschlossen.

Der erweiterte Vorstand trifft sich im September zu einer Sitzung und einem gemütlichen Grünen-Grillabend bei Jürg Stünzi und Vreni Eichenberger. Herzlichen Dank für eure Gastfreundschaft!


Oktober 2024: Herbst-Chiflete der FDP zur geplanter Steuersenkung, bei der sich Stefan Oderbolz für die Kontra-Seite zur Verfügung stellt. Kurz vor diesem Anlass hat der Gemeinderat bekannt gegeben, dass er eine Steuersenkung von 83% auf 81% für die Gemeindeversammlung vorschlägt. Es wurde engagiert debattiert, mit sehr klarer
Rollenverteilung.

Oberrieden

Text: Christophe Voisard

An der Gemeindeversammlung vom Juni 2024 stellten die Grünen eine Anfrage zu den Unterstützungsbeiträgen der Gemeinde im In- und Ausland. Die schriftliche Antwort des Gemeinderates war ernüchternd und zeigte auf, dass Oberrieden trotz einem rekordhohen Ertragsüberschuss von 5,5 Millionen Franken im Jahr 2023 seit 2018 nur sehr bescheidene Unterstützungsbeiträge gesprochen hat. Die Grünen stellten daraufhin an der Budget- Gemeindeversammlung im Dezember 2024 zwei Anträge über je 30’000 Franken für Unterstützungsbeiträge im In- und Ausland.

Die Gemeindeversammlung stimmte dem Betrag von 30’000 Franken für Hilfsaktionen in der Schweiz zu, lehnte aber den Betrag für Projekte im Ausland ab. Anfang Januar 2025 beteiligen sich mehrere Grüne an einer neu gegründeten IG Klima, die in Oberrieden Massnahmen gegen die Auswirkungen des Klimawandels einleiten will. Am 11. und 18. Januar 2025 beteiligten sich die Grünen (siehe Foto) an der Unterschriftensammlung für die neue Konzernverantwortungsinitiative.

Bereits am 22. März fand bei schönem Frühlingswetter die Velobörse 2025 statt. Seit fast über 30 Jahren ist der Anlass ein traditioneller Fixpunkt im Frühling und wird von den Oberriedner Bevölkerung stets rege besucht und geschätzt.

Horgen

Text: Urs Länzlinger

Mittels Anträgen gegen Einsparungen beim Gemeindepersonal sowie Anfragen zur Schulraumplanung nahmen die Grünen Horgen auch im vergangenen Jahr aktiv an Gemeindeversammlungen und Diskussionen teil. Wichtige Themen waren Budget inkl. Steuerfuss und die Unterstützung der Einzelinitiative „Für mehr bezahlbaren Wohnraum in Horgen“. Für Diskussion sorgten neben den ausgesetzten Bauprojekten für Alterswohnungen, zwei Marathon-Abschluss-Gemeindeversammlungen für die Richtpläne, sowie die mögliche Privatisierung der Stromversorgung. Die Grünen beteiligten sich mit je einem Stand am HGV-Strassenfest und am Neuzuzügeranlass, suchten das Gespräch mit dem Publikum und sammelten Unterschriften, insbesondere für die Solarinitiative. Sehr erfreulich ist der ermutigende Mitgliederzuwachs an vier aktiven Grünen.

Die 35. Velobörse wurde bei bestem Wetter und guter Stimmung erfolgreich durchgeführt. Es wurden 180 Velos angeboten und 104 davon verkauft. Unverkaufte konnten an Velafrica
weitergegeben werden.

Wädenswil

Text: Claudia Bühlmann

Während Jahren hat sich Wädenswil mit der Gesamtrevision der Nutzungsplanung beschäftigt. Ausgelöst wurde diese, durch die Fusion mit Schönenberg und Hütten. Am 30. September 2024 wurde nun die neue Bau- und Zonenordnung vom Parlament gutgeheissen. Wir haben uns für die Grünen Anliegen, die stark unter Beschuss waren, eingesetzt. Wir mussten schmerzhafte Kompromisse eingehen, konnten aber dadurch eine Mehrheitsfähige Vorlage aushandeln. Schlussendlich ist die neue BZO eine Verbesserung zum Status Quo.

Nico Frommherz hat Wädenswil verlassen und ging auf Reisen. Sein Sitz im Parlament von Wädenswil wird im Sommer von Carmen Brunner übernommen. Wir freuen uns, mit Carmen nun wieder eine Frau im Parlament zu haben. Auch unser Präsident Severin Bachmann verliess uns auf Ende Jahr. Er ist ausbildungsbedingt aus Hütten weggezogen. Sein Nachfolger im Gemeinderat ist Marc Bornand. Auch über diese Verstärkung freuen wir uns sehr.

Die Vorlage zur Verselbständigung des Alterszentrums Frohmatt beschäftigte unsere Stadträtin Claudia Bühlmann sehr, auch wenn die Abstimmung erst im Februar 2025 stattgefunden hat. Die Opposition von Seiten SP machte eine Kampagne notwendig, die die Grünen mit den restlichen Parteien von Wädenswil gemeinsam zum Erfolg führten.